Staatliche E-ID: Was sie für Treuhand- und Buchhaltungsprozesse verändert
Mit der Einführung der staatlichen elektronischen Identität verändert sich, wie Mandate, Vollmachten und Signaturen im Treuhandalltag funktionieren. 2026 wird die E-ID schrittweise verbreitet — wir ordnen ein, was für KMU wirklich relevant ist.
Die E-ID ermöglicht eine vom Bund herausgegebene, datenschutzfreundliche digitale Identität. Für Treuhandprozesse interessant sind vor allem drei Anwendungsfelder: rechtsgültige elektronische Unterschriften, sichere Mandatsvollmachten gegenüber Behörden und die Authentisierung im Online-Steuererklärungsprozess.
Für KMU heisst das mittelfristig: weniger Papier, weniger Medienbrüche, schnellere Abläufe bei Behördenkontakt. Kurzfristig braucht es jedoch klare interne Spielregeln — wer signiert was, wie werden Vertretungen geregelt, wie wird die Identität neuer Mitarbeitender beim Onboarding eingebunden.
Wir empfehlen, die E-ID nicht als reines IT-Thema zu behandeln, sondern in die Prozesslandschaft einzubetten: Vollmachten, Berechtigungen, Archivierung und Vertretungsregeln gehören gemeinsam beurteilt. So lässt sich der Effizienzgewinn tatsächlich realisieren.
